FLENS oder FLENSchen?
Flenschen, ich bin unter 16

Hopfen.

Die Seele des Bieres.

Der Hopfen gibt unserem Bier den typisch herben bitteren Geschmack und verleiht ihm das typische Aroma. Auch die feste Schaumkrone verdanken wir auf dem frisch gezapften Bier mitunter dem Hopfen. Je nach Anteil der Bitterstoffe oder der aromatischen Hopfenöle unterscheiden wir auch zwischen den Sorten Bitter- und Aromahopfen. Den Hopfen für unsere Flensburger Biere beziehen wir aus dem größten Anbaugebiet in Bayern: Der Hallertau.

Warum ist der Hopfen im Bier unerlässlich?

Das deutsche Reinheitsgebot beim Bierbrauen besagt, dass zur Herstellung von Bier exakt vier Zutaten benötigt werden: Hefe, Gerstenmalz, Wasser und natürlich Hopfen. Der Hopfen zählt in unserer Brauerei in Flensburg mitunter zu den wichtigsten Zutaten, um unseren Bieren ihren unverwechselbaren Charakter zu verleihen. Der Hopfen sorgt nicht nur für die herbe, bittere Note im Bier, sondern trägt zudem zur Haltbarkeit bei. Denn Hopfen ist für Bier ein natürliches Konservierungsmittel und verhindert das Wachstum von krankheitserregenden Keimen.

Die Hopfenpflanze: Ein kletterndes Hanfgewächs.

Hopfen ist eine Kletterpflanze, die zu den Hanfgewächsen gehört. Einmal im Jahr, für nur zwei Wochen, ist die Ernte von Hopfen möglich. Zwischen Ende August bis Mitte September wird folglich fleißig geerntet, damit in den Brauereien weiter Bier gebraut werden kann. Dabei wird zwischen zweierlei Hopfen unterschieden: Dem männlichen und dem weiblichen Hopfen. Allerdings wird zum Brauen von Bier ausschließlich der Hopfen der weiblichen Pflanzen benötigt. In den Hopfenanbaugebieten wachsen und gedeihen sogar ausschließlich weibliche Pflanzen, um ungewollte Befruchtungen mit den männlichen Pflanzen zu vermeiden. Der Hopfen, der von der weiblichen Pflanze geerntet wird, nennt sich Zapfen oder Dolden. Er besteht aus Stiehl, Blättern und Lupulin. Das Lupulin ist der wichtigste Bestandteil des Hopfens. Er befindet sich auf der Innenseite des Blattes und ist in Form von kleinen, gelben, klebrigen Kügelchen zu erkennen. Das Lupulin, auch Hopfenmehl genannt, zählt zu den wichtigsten Zutaten beim Bierbrauen. Denn es verleiht unseren Bieren das nötige Aroma, die gewünschte Bitterkeit und sorgt für eine starke Schaumkrone, wenn unser FLENS aus dem Glas und nicht aus der Bügelflasche konsumiert wird.

Hopfensorten: Aromahopfen und Bitterhopfen.

Beim Brauen von Bier können die unterschiedlichsten Hopfensorten zum Einsatz kommen. Denn eines ist gewiss: Ohne Hopfen kein Bier! Zwei Hopfensorten werden beim Bierbrauen besonders häufig verwendet: der Aromahopfen und der Bitterhopfen. Diese beiden Hopfensorten unterscheiden sich in ihrem Anteil an Alphasäure. Die Alphasäure ist für den bitteren Geschmack im Bier zuständig. Aromahopfen zählt zu den Edelhopfen und wird größtenteils in der Hallertau angebaut. Da er einen Anteil von unter 10 % Alphasäure enthält, kommt er zum Einsatz, wenn Bier gebraut wird, das sich durch eine dezente, bittere Note auszeichnen soll. Darf die Bitterkeit ruhig etwas intensiver sein? Dann kommt der Bitterhopfen zum Einsatz. Denn dieser ist mit einem höheren Anteil von Alphasäure versehen. Alternativ lässt sich auch die Menge an Aromahopfen erhöhen, um die gleiche Bitterkeit zu erzielen, die mit weniger Bitterhopfen erreicht wird. Die meisten Brauereien verwenden Bitterhopfen, um ihr Bier zu brauen, da dies kostengünstiger ist als der Einsatz von Aromahopfen. Einige unserer Biere werden ausschließlich mit Aromahopfen gebraut, um diesen eine angenehme, charakteristische Hopfennote zu verleihen. Dazu zählt beispielsweise unser Flensburger Gold oder unser Flensburger Frühlingsbock. Aber auch in unserem Flensburger Pilsener und in unserem Flensburger Dunkel ist ein hoher Anteil an hochfeinem Aromahopfen enthalten.   

Die Hopfengabe und das Hopfenstopfen.

Wer möchte wissen, wie viel Hopfen Bier zugeführt wird? Das ist von Biersorte zu Biersorte unterschiedlich. Einem normal gehopften Bier wird zwischen 120 g und 150 g Hopfen auf 100 Liter Bier zugegeben. Ein Pils wird aber beispielsweise stärker gehopft als ein Weizen. So enthält ein Weizen gerade einmal halb so viel Hopfen wie ein Pils. Doch wann wird der Hopfen zum Bier gegeben? Dies ist davon abhängig wie bitter das Bier am Ende sein soll. Beim Bitterhopfen beispielsweise gilt: je früher der Hopfen dem Bier zugefügt wird, desto bitterer der Geschmack. Denn bei diesem Vorgang wird der Hopfen bereits beim Sieden hinzugefügt. Beim Hopfenstopfen sieht dies wiederum anders aus: Hier werden keine zusätzlichen Bitterstoffe freigesetzt. Denn der Hopfen wird dem Biersud bei Raumtemperatur wahlweise lose oder in einem Hopfensäckchen hinzugefügt, wenn dieser bereits erkaltet ist. Deswegen wird der Vorgang des Hopfenstopfens auch gerne Kalthopfung genannt. Da der Biersud bereits abgekühlt ist, lassen sich Biere durch diesen Vorgang mit zusätzlichen Aromen veredeln, ohne zusätzliche Bitterstoffe freizusetzen.